MSL Notizblog

Content done right

Erstellt am: 13. September 2018

 igor-miske-177262-unsplash © Igor Miske

Content ist King. Dieses Credo gilt vom kleinen Instagram Channel über den großen Modeblog bis hin zur globalen Brand gleichermaßen. Doch was zeichnet guten Content aus? Sechs Punkte, die wir beim Erstellen unserer Inhalte im Kopf behalten sollten.

Kennt eure Brand.

Ehe wir Kanal- und Contentstrategien aufsetzen, die auf dem Papier toll aussehen, sollten wir uns eine wichtige Frage stellen: Wer sind wir? Dabei wollen wir keinen Ausflug in philosophische Sphären machen, sondern klären, wofür unsere Brand steht. Was zeichnet uns aus? Was wollen wir eigentlich mit unseren Inhalten transportieren? Solange wir die grundsätzlichen Fragen zu Hintergrund, Intention und Zielen nicht beantworten können, kann der Content nicht die Brand wiederspiegeln. Das gilt ebenso für die Zusammenarbeit mit Influencern. Erst wenn wir uns als Marke klar positionieren, können wir die richtigen Partner für Kooperationen identifizieren. Der Brandfit kann erst bestimmt werden, wenn wir unsere Brand wirklich kennen.

Kennt eure Zielgruppe.

Wir sollten uns nicht nur im Klaren sein, wer wir und unsere Brand sind, sondern wer unsere Zielgruppe ist. Mit wem sprechen wir eigentlich, wenn wir Content in den digitalen Kosmos schießen? Es ist essentiell zu wissen, wer Interesse an uns, unserer Brand und unserem Produkt hat. Sprechen wir mit einem digitalaffinen Millennial oder ist es der Mittfünfziger mit Haus und Hof? Denn es gibt keine One-Size-Fits-All-Lösung. Was die einen spannend finden, wird von den anderen gnadenlos weitergescrollt. Content muss daher maßgeschneidert sein und den individuellen Ansprüchen unserer Follower entsprechen. Gerade hier sollten wir auf die Influencer vertrauen, mit denen wir kooperieren. Sie kennen ihre Audience und wissen, welcher Content am besten performt.

Kennt die Plattformen.

Uns steht eine Vielzahl von Plattformen zur Verfügung. Und jede von ihnen ist anders. Was auf Snapchat ein erfolgreiches Format ist, funktioniert auf Twitter vielleicht gar nicht. Deshalb müssen wir uns bei der Content-Entwicklung fragen: Auf welcher Plattform bewegen wir uns? Wir müssen die Plattformen, ihre Charakteristika, Talente und Hidden Champions kennen, die Gepflogenheiten beachten und die richtige Sprache sprechen. Basierend darauf wird sich auch der Content von Kanal zu Kanal differenzieren. 

Seid relevant.

Unsere Fans brauchen einen Grund, um unseren Content immer wieder rezipieren zu wollen. Es reicht nicht, die gleichen Bilder aus den gleichen Perspektiven zu veröffentlichen. Nur weil ein Format einmal gut performt hat, heißt das nicht, dass es andauernde Relevanz hat. Stattdessen gilt es Inhalte zu finden, die aktuell sind, unsere Community bewegen und ihr kurzum einen Mehrwert bieten. Mehrwert kann dabei vieles sein: Während sich ein User über lustige GIFs zum Teilen freut, lässt bei einem anderen die praktische DIY-Bastelanleitung das Herz höher schlagen.   

Macht es snackable.

Content muss kurzweilig sein. Ein Studie von Microsoft zeigte, dass die Aufmerksamkeitsspanne des Menschen im Jahr 2015 von zwölf auf acht Sekunden gefallen ist. Inhalte müssen daher schnell erfasst und verarbeitet werden können. Einige Mediaplaner berichten heute sogar, dass User nur sechs Sekunden der ausgespielten Facebook Videos rezipieren. D.h. die ersten Sekunden des Inhalts sind entscheidend. Lasst uns daher auf den Upload des ausgedehnten TVC’s verzichten und stattdessen auf Teaser und Snippets, die das Interesse der Nutzer wecken, setzen.

Es muss nicht teuer sein.

Guter Content muss nicht die Welt kosten. Wir bewegen uns in einer Zeit, in der nahezu jeder mit einem Smartphone die Möglichkeit hat, tolle Inhalte zu produzieren. Werfen wir einen Blick auf die Vlogger, Blogger und Stars von Snapchat, Instagram & Co. Uns fesseln nicht nur die aufwendig produzierten, mit toller Beleuchtung und Effekten gespickten Inhalte, sondern auch die vermeintlich einfachen Aufnahmen. Ein überproduzierter Spot ohne Charakter wird am Ende des Tages immer gegen all diejenigen Inhalte verlieren, die durch Herz, Witz oder Raffinesse brillieren.

Wenn wir diese sechs Punkte berücksichtigen, sind wir auf einem guten Weg Content zu produzieren, der die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort mit dem richtigen Inhalt anspricht. Also ran an die Geräte und happy Contentproduction!

 

Elisa Tzschoppe

Elisa Tzschoppe ist Digital Consultant am Frankfurter Standort von MSL Germany. Ihr Tag bewegt sich im und ums Internet. Beratend steht sie bei Themen zum Social Web zur Seite. Folgen kann man ihr z.B. auf Instagram @elisa.tzschoppe.