MSL Notizblog

Wo geht’s hin mit Branded Video Content? 3 Trends im Ausblick

Erstellt am: 18. Mai 2018

Autor: Elisa Tzschoppe

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Bei einem Punkt sind sich viele Digitalexperten einig: Bewegtbild ist und bleibt King. Wir haben auf der re:publica 2018 die Augen und Ohren aufgehalten und einige Trends zum Thema Branded Video Content mitgebracht:

Automated Video

Nicht jeder hat die Kapazitäten aufwendige Videos zu produzieren. Eine Lösung sind Automated Videos. Tools wie z.B. Wibbitz oder Wochit bieten ihren Nutzern eine Plattform, um einfach und schnell hochwertiges Material zu erstellen, ganz ohne großes Produktionsteam. Dabei stellen Datenbanken eine Auswahl an Bildern, Infografiken, Videosnippets etc., die zu einem Clip zusammengefügt werden können. Mit Hilfe simpler Werkzeuge können die Videos mit u.a. Texten und Filtern bearbeitet werden, sodass sie die individuelle Message der Marke kommunizieren. Egal ob es sich es um einen Beitrag für eine Website oder ein spezifisches Social Media Video handelt, jeder kann durch Automated Video passendes Bewegtbild für die eigene Brand kreieren.

HQ Trivia

HQ Trivia ist in den USA bereits ein Hit. Seit 2017 können User über die Gameshow-App von Intermedia Labs täglich Geldpreise erspielen. Alles, was sie dafür tun müssen, ist die zwölf Fragen der Quizshow richtig zu beantworten. Eine falsche Antwort und der Spieler scheidet aus. Kleine Joker Feature erhöhen die Gewinnchancen. Klingt nach einer gewöhnlichen Quiz-App, doch das Spiel wird jeden Tag um 21 Uhr (MESZ) live von einem Showmaster moderiert. Selbst bekannte Gesichter wie Jimmy Kimmel oder Robert DeNiro lassen sich für Gastmoderationen begeistern. Und auch Marken erkennen das Potenzial der App und positionieren sich in der Liveshow mit Branded Content. So gab es Kooperationen mit z.B. Warner Bros oder Nike. Während Warner Bros. Filme wie Rampage oder Ready Player One promotete, entwickelte Nike die Nike HQ Air Max Sonderedition und ließ die gesamte Show unter dem Branding der neuen Sneaker laufen. User sahen Einspieler zu den Schuhen, der Moderator thematisierte die Nike während der gesamten Sendung und die Tagesgewinner erhielten das Modell.

Blogbild

See-now-buy-now

Das Konzept See-now-buy-now ist in der Modewelt schon seit einiger Zeit etabliert: Direkt nach der Catwalk Show können die Besucher die Stücke direkt kaufen, anstatt mehrere Monate zu warten bis sie im Laden erhältlich sind. Einige Brands, insbesondere auf dem asiatischen Markt, heben den Ansatz auf die nächste Stufe. Gemeinsam mit beliebten Influencern werden beispielsweise Shoppingtouren über Instagram Live Video organisiert. Die Influencer führen die User bspw. in Echtzeit durch die Markenstores und präsentieren die einzelnen Artikel. Wer sich für etwas davon begeistert, kann sich per Kommentar melden und direkt über die App kaufen. Die Umsetzung erinnert mitunter an klassisches Teleshopping, doch für Brands bietet sie die Möglichkeit ihre Nutzer genau dort abzuholen, wo sie Content rezipieren. Instagram ist mit einem Nutzeranstieg von fast 40% in den letzten zwei Jahren eine der am schnellsten wachsenden Plattformen und schafft es die User täglich zwischen 25-30 Minuten auf der App zu halten. Vor allem Instagram Stories (inkl. Live) zeigen dabei eine besonders hohe Conversion Rate. Das See-now-buy-now-Modell bietet Brands somit eine attraktive Möglichkeit sich aufmerksamkeitsstark zu platzieren.

Welcher der Trends sich auch im deutschen Markt durchsetzt, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Klar ist, dass Branded Video Content in der Zukunft weiterhin eine spannende Rolle spielen wird. Um mit drastischen Worten von der re:publica zu schließen: “No branded video content = not future existence”.

 

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Elisa Tzschoppe ist Digital Consultant am Frankfurter Standort von MSL Germany. Ihr Tag bewegt sich im und ums Internet. Beratend steht sie bei Themen zum Social Web zur Seite. Folgen kann man ihr z.B. auf Instagram @elisa.tzschoppe.