25. April 2013

Als frischgebackener Juniorberater bei MSL im Bereich Financial Communications kommen viele Dinge auf einen zu. Die neuen Kollegen, die Kunden, die man beraten wird und ganz generell die Arbeit in einer Agentur, in unserem Falle einer Netzwerkagentur. Am Anfang hat sich das noch nicht sehr stark auf meine Arbeit ausgewirkt. Ab und an hatte ich mal mit Kollegen aus anderen Ländern via E-Mail oder auch Telefon Kontakt, um zusammen kleinere Projekte zu bearbeiten und sich dafür abzustimmen. Was ich allerdings nicht erwartet habe war, dass ich nach nur vier Monaten im Job das Netzwerk live erleben würde.

 

Vergangenen Herbst sagte mir unser CEO, dass das nächste Treffen der Financial Practices (= Teams für Finanzkommunikation) auf EMEA-Ebene kurz bevorstehe, diesmal in Warschau. Und dass niemand aus dem Team die Möglichkeit habe dort hinzugehen. Wichtig sei es aber, ob ich wohl gehen könne? Ja, sagte ich, klar. Ob es denn Sinn mache, fragte ich? Denn auf diesen Meetings kommen in der Regel Seniorberater oder Direktoren zusammen. Mein Chef meinte, dass ich das schon schaffen werde und es zudem eine gute Gelegenheit sei, die Kollegen der anderen Teams kennenzulernen.

 

Gesagt, getan. Dank der Hilfe einer lieben Kollegin habe ich es dann auch geschafft einen kurzfristigen Flug nach Warschau und ein Hotel zu buchen. Drei Tage später war ich bereits vor Ort. Ausgerichtet hat dieses Treffen unsere Schwesteragentur Ciszewski MSL. Das Treffen sollte Donnerstagabend mit einem gemeinsamen Abendessen beginnen. Nachdem ich im Hotel angekommen war, machte ich mich auch direkt auf den Weg zum Büro der polnischen Kollegen. Das Finden gestaltete sich ein wenig schwierig. Die Kollegen von Ciszewski wollten mich und die aus unterschiedlichen Ländern Zusammengekommenen an ihrem alten Büro abholen, um dann gemeinsam mit uns zum Restaurant zu fahren. Das Problem war, dass ich zu Fuß gegangen bin, da man mir im Hotel sagte, dass der Weg nicht so weit sei und ich gerne etwas von der Stadt sehen wollte. Die Strecke an sich war auch nicht das Problem, das Büro zu finden, das war viel schwieriger. Zumal abends und ohne Polnischkenntnisse. So führte mich dann die angegebene Adresse auch zunächst nicht zum MSL-Büro, sondern zur nordkoreanischen Botschaft. Da habe ich dann mal geklingelt – mit einem etwas mulmigen Gefühl im Magen – und gewartet. Nachdem niemand reagierte, bin ich um den Komplex gelaufen und – siehe da – in einem augenscheinlich verlassenen, dunklen Eingangsbereich auf der Rückseite der Botschaft warteten die polnischen Kollegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ging dann flugs ins Restaurant, ein toller Szeneladen im Herzen von Warschau. Dort habe ich dann auch die Kollegen der anderen Practices kennengelernt. Die Märkte in den einzelnen Ländern sind so unterschiedlich, dass es spannend war zu hören, wie die Kollegen mit bestimmten Angelegenheiten umgehen oder wo ihre Schwerpunkte liegen. Das Highlight des Abends war aber der gemeinsame Kochworkshop, an dessen Ende köstliche polnische Piroggen standen, die wir dann natürlich auch essen durften.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend sind wir noch in die Stadt gegangen, um die Qualität des hiesigen Wodkas zu testen, die – wie könnte es auch anders sein – ganz hervorragend ist. Bei der Gelegenheit sei angemerkt, dass Warschaus Innenstadt wirklich schön ist. So bin ich später dann zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken ins Hotelbett gefallen.

 

Am nächsten Tag ging es frühmorgens in das schicke neue MSL-Büro. Diesmal aber mit dem Taxi! Dort haben wir bis in den Spätnachmittag hinein neue Konzepte zur Positionierung und für die Eigen-PR der EMEA Financial Practices besprochen. Und es wurden Best Cases und Kommunikationskonzepte vorgestellt und diskutiert. Das hat mir die Gelegenheit gegeben, die internationalen Strukturen besser zu verstehen und Kontakte zu Personen in den Teams zu knüpfen, mit denen ich öfter zusammenarbeite.

 

Insgesamt war das EMEA-Treffen in Warschau eine tolle Gelegenheit, die Internationalität unseres Netzwerks hautnah zu erleben – und unserem Enthusiasmus kreativ Ausdruck zu verleihen ;)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit den besten Grüßen, Daniel

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