Das Leben eines Filmstars

…möchte ich nicht unbedingt haben. Habe ich und werde ich (vermutlich) auch nicht. Muss ich auch nicht, denn schließlich stehe ich nur hinter der Kamera. Jetzt wird man sich vielleicht fragen, warum ich bei MSL – einer PR-Agentur – hinter der Kamera stehe. Ganz einfach: Ich bin Teil des noch relativ jungen Broadcast-Teams von MSL. Hat das viel mit Filmstars zu tun? Nein, zum Glück nicht. Macht das Spaß? Oh ja! Nervt es auch manchmal? Kommt drauf an, wer fragt…

Um die bisherigen Erfahrungen nach zwei Monaten mit einem Wort zusammenzufassen, würde ich sagen: abwechslungsreich. Meine Hauptaufgaben beim PR-lastigen Broadcasting liegen im sogenannten Produktionsmanagement. Das heißt von der Koordination der verschiedenen Dienstleister, der Anmietung eines Studios und der Abstimmung einzelner Studiodesignfragen mit dem Kunden bis hin zur Betreuung des eigentlichen Drehs ist alles dabei. Aber auch die ursprüngliche Ideenfindung für ein Video, das Schreiben eines Storyboards oder die redaktionelle Betreuung der Postproduktion mit einer Produktionsfirma gehören dazu.

Was heißt das konkret für mich? Erstens: Ich bin oft unterwegs und habe einen durchaus abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Morgens zum Meeting beim Kunden, um die neuesten Entwürfe für die Studiotheke zu besprechen, nachmittags zur Produktionsfirma, um beim Schnitt anwesend zu sein und den Laien-Moderator auf den Umgang mit der Kamera vorzubereiten. Zweitens: Kreativität ist gefragt. Wie setzt man eine Dokumentation von 2:30 Minuten ohne großes Tamtam am besten und vor allem am wenigsten langweilig um? Und wie kann man den Kunden davon überzeugen, dass das auf die vorgeschlagene Weise besser wirkt als bei seinen Vorstellungen? Dabei ist ein gutes Vorstellungsvermögen gefragt, um sich eine Idee bereits als fertigen Film denken zu können. Drittens: Man muss gut organisieren können. Für einen Dreh ist eine gute Vorbereitung wichtig, da es mitunter auf die kleinsten Details ankommt. Was für Filme produzieren wir eigentlich? Vom Talk-Format als Internet-Livestream bis hin zum aufwändigen Imagefilm eigentlich alles, was mit Bewegtbild-Kommunikation zu tun hat. Was ist die größte Schwierigkeit bei der Arbeit im Broadcast-Team? Dazu schaut man sich am besten das Video des Regie-Verbands an, welches das ganz gut verdeutlicht: Viele Grüße, Tobias